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Bürokratie Thema bei Dialog mit Bundesgesundheitsministerin

Bürokratie war ein zentrales Thema bei einem gesundheitspolitischen Dialog mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken am 8. Februar im Vital-Zentrum Sanitätshaus Glotz  in Stuttgart. Rund 100 Vertreter aus verschiedenen Gesundheitshandwerksbereichen nahmen teil, darunter Alf Reuter, Präsidiumsmitglied beim Zentralverband des Deutschen Handwerks sowie Präsident des Bundesinnungsverbands für Orthopädie-Technik, und Kirsten Abel, Generalsekretärin beim Bündnis "Wir versorgen Deutschland". Wir waren auch dabei.

Sie kritisierten, dass im Bereich der Hilfsmittelversorgung sehr viel Zeit für langwierige Prozesse, komplizierte Anträge, Formulare und Verträge aufgewendet werden müsse. Allein ein durchschnittlicher Versorgungsvorgang mit Kostengenehmigungsprozess bei einer Krankenversicherung umfasst über 40 Teilschritte mit mehr als vier Medienbrüchen. Das bindet Fachkräfte ans Büro und sie können sich weniger um ihre Kernaufgaben kümmern.

Mehr Versorgung, weniger Bürokratie, so die Forderung. In diesem Zusammenhang braucht es klare Regeln statt Vertrags-Dribbling sowie Standards statt Sonderwegen zur Entlastung von Fachkräften. Die sollen ihre Kapazitäten für die Versorgung von Kunden und nicht für die Bewältigung bürokratischer Herausforderungen aufwenden.

Gewarnt wurde auch davor, Hilfsmittel vonseiten der Politik als Kostentreiber im Gesundheitssystem zu sehen. Die Vertreter aus dem Gesundheitshandwerk betonten deren nachgewiesen wichtige Rolle bei der Vermeidung stationärer Pflegebedürftigkeit und stationärer Klinikaufenthalte. Z.B. kann eine geeignete Knieorthese bei Arthrose helfen, eine Operation zu vermeiden oder deutlich zu verschieben. Der Patient wird dabei in seiner Aktivität unterstützt.